Kernpunkte
- Stärke, Rohfaser, Fett und Feuchtigkeit bestimmen gemeinsam die Pelletstabilität.
- Die thermische Behandlung reduziert die mikrobielle Belastung, kann jedoch hitzeempfindliche Nährstoffe schädigen.
- Qualitätsprobleme bei Pellets haben ihren Ursprung oft in Einkaufsentscheidungen über Einzelfuttermittel.
Konditionierung
Dampf erhöht vor der Matrize Temperatur und Feuchtigkeit, wodurch die Stärke verkleistert und die Bindung verbessert wird. Eine unzureichende Konditionierung führt zu instabilen Pellets; eine übermäßige Konditionierung verschwendet Energie und kann empfindliche Nährstoffe und Zusatzstoffe schädigen.
Einfluss der Einzelfuttermittel auf die Pelletstabilität
Stärkereiches Getreide bindet gut; ein hoher Fettzusatz vor der Matrize schmiert und schwächt die Pellets; hohe Rohfaser- und Mineralstoffgehalte verringern die Pelletstabilität. Eine aus Kostengründen vorgenommene Rezepturänderung kann sich sofort in einem erhöhten Feinanteil bemerkbar machen.
Hygienische Vorteile und ihre Grenzen
Die thermische Behandlung reduziert die vegetative mikrobielle Kontamination, beseitigt jedoch keine hitzestabilen Toxine wie Mykotoxine. Die Verarbeitung ist kein Ersatz für den Einkauf sauberer Rohstoffe.
Zu prüfen
- Überwachung der Pelletstabilität und Korrelation mit Rezepturänderungen
- Aufzeichnung von Konditionierungstemperatur und Verweilzeit
- Dosierung hitzeempfindlicher Zusatzstoffe unter Berücksichtigung von Prozessverlusten
Zu steuernde Risiken
- Hoher Feinanteil durch eine preisbedingte Substitution von Einzelfuttermitteln
- Nährstoff- oder Enzymverluste durch Überkonditionierung
- Die Annahme, dass thermische Behandlung das Problem kontaminierter Rohstoffe löst
Häufige Fehler
- Wechsel der Herkunft ohne Prüfung der Auswirkungen auf die Pelletqualität
- Zugabe des gesamten Fettes vor der Matrize
- Sich auf die thermische Verarbeitung zur Beherrschung des Mykotoxinrisikos zu verlassen
Häufige Fragen
Kann der Einkauf die Pelletqualität beeinflussen?
Direkt. Die Wahl der Einzelfuttermittel, Partikelgröße, Feuchtigkeit und Fettgehalt sind allesamt vom Einkauf beeinflusste Variablen, welche die Pelletstabilität bestimmen, bevor auch nur eine einzige Prozesseinstellung angepasst wird.
Entfernt die Pelletierung Mykotoxine?
Nein. Mykotoxine sind weitgehend hitzestabil. Daher muss die Kontamination durch Beschaffung, Analytik und Lagerung kontrolliert werden.
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